Geschichte

Die Höchmatt. - Im Frühjahr 1973 wurde das umgebaute Bauernhaus in Schwarzenegg,

oberhalb Steffisburg Richtung Schallenberg, mit 5 betreuungsbedürftigen jungen Menschen als Wohnheim Höchmatt eröffnet. Mit der Zeit wurden zwei weitere Wohnhäuser und zwei Stallgebäude dazu gebaut. Es leben, wohnen und arbeiten in der Höchmatt inzwischen 20 Menschen mit einer Behinderung. Im Norden geschützt von Tannenwald, steht das Haus etwas abseits vom Dorf auf einer leichten Anhöhe (920 m.ü.M.), mit freiem Ausblick nach Westen, Süden und Osten. Gantrisch, Stockhornkette, Niesenspitz, Blüemlisalp, Sigriswilergrad, Sieben Hengste und Schrattenfluh bilden den Horizont in angenehmer Entfernung. Die Bise und der Südwestwind können ungehindert die Häuser umwehen. Bei der Gründung des Wohnheimes Höchmatt haben sich schicksalshafte Begegnungen und spontaner Entscheidungswille mit sozialen Impulsen, Idealen sowie begeisterter Tatkraft vertrauensvoll verbunden. Die ersten 14 bis 16 Jahre dienten vorwiegend dem Aufbau. Die Höchmatt ist stetig gewachsen und hat sich weiter entwickelt durch die Menschen, die sich mit ihr und ihren Anliegen verbinden konnten. Die stärkste Prägung ging jedoch von den Betreuten aus, denn nur durch sie „lebt" die Höchmatt. Sie sind ihr Ziel und Sinn. Jede Persönlichkeit mit ihrer Einzigartigkeit trägt ihren Teil zur Gestaltung bei. Der unermüdliche Anspruch auf Aufmerksamkeit, Hinwendung, Begleitung und Auseinandersetzung verhindert jede Art von Stillstand und hält die Institution in Bewegung. Den Neigungen, Fähigkeiten und Wünschen entsprechend, wurde verändert, entwickelt und ausgebaut. Aber auch die aus dem Zusammenleben sich ergebenden Notwendigkeiten, die dem Ganzen dienen, liessen nach und nach die Landwirtschaft, Holzwerkstatt, Bäckerei, Käserei und Gärtnerei entstehen. Von Anfang an hat sich der Höchmatt-Impuls selbstverständlich mit der Natur verbunden und sich vom Jahresrhythmus bestimmen lassen. Die praktischen Aufgaben ergaben und ergeben sich ganz klar aus der „Forderung" der Menschen, Tiere, Pflanzen sowie der Witterung. Diese von aussen täglich wiederkehrenden Pflichten geben Halt und Orientierung. In sie fliessen Wissen, Erfahrung und Erkenntnisse ein, um gezielt therapeutisch wirken zu können.